IKopenhagen

Ganz schön albern, wenn man darüber nachdenkt, wie viel Raum Dinge im Kopf einnehmen können, die doch eigentlich so leicht zu erledigen und dabei noch so schön sind.

So war es mit mir und Kopenhagen. Da lebe ich fast die Hälfte meines Lebens in Hamburg, bis ich in die Stadt reise, von der ich schon längst wusste, wie toll ich sie finden würde. Ich mag es klein und muckelig. Und ich mag Wasser, alte Häuser, die schon etwas Schieflage haben, und Hausboote. Ich liebe Amsterdam und natürlich hat Kopenhagen mich auf Anhieb verzaubert.

Wie könnte man dieses Schmuckstück besser kennenlernen als auf einem Fahrrad?

Ausgeliehen und auf den Sattel geschwungen, starteten wir zu dritt von Vesterbro, wo unser Air Bnb Apartment lag, in Richtung Frederiksborg. Ein Freund, der hier gelebt hat, leitete uns auf Anhieb in einen Weg, den ich euch hier näher vorstellen möchte: den Værnedamsvej.

Wir starteten im Granola. Zurecht ist das Café inzwischen kein Geheimtipp mehr. Das Frühstück ist mega lecker. Einfache Gerichte gut zubereitet und ansprechend angerichtet, damit catcht man mein kulinarisches Herz. Mit Croque Madame und Capuccino schufen wir eine solide Grundlage für einen langen Tag. Falls ihr euch gefragt habt, wo der Unterschied zwischen einem Croque Madame und einem Croque Monsieur liegt: die Frau hat Eier, der Mann hat keine.

Granola

Beim Essen schweifte mein Blick schon ständig nach nebenan, zu einem kleinen, sehr hübsch aussehenden Blumenladen. Am liebsten hätte ich ihn, so wie er da stand, nach Hamburg verfrachtet. Frische Blumen zu kaufen wäre natürlich totaler Quatsch gewesen und deshalb entschied ich mich letztendlich für eine Sukkulente, die inzwischen einen Platz auf der Fensterbank eingenommen hat. Auf der anderen Straßenseite liegt der Shop Dora. Hier findet man nicht nur die passenden Blumentöpfe. Tolle Vintage-Möbel, Designstücke aus der Stadt und allerlei von kleinen Labels aus der ganzen Welt verzaubern in dem kleinen Shop. Nach Entscheidungsschwierigkeiten kauften wir uns zwei Regale des Kopenhagener Labels Frama (ganz rechts im Bild). Die simple Konstruktion gibt es mit unterschiedlichen Aufhängungen und in verschiedenen Größen.

 

Danach ging es für uns weiter Richtung Torvehallerne. In dieser Food- und Lebensmittelhalle kann man die Zeit vergessen. Wären unsere Bäuche vom Frühstück nicht schon so voll gewesen, hätte wir uns direkt wieder ans Essen gemacht. Beim Schlendern entdeckten wir dann den Stand von einer Naturkosmetikmarke aus Kopenhagen, über die ich bald berichten werde. Die Geschäfte in Kopenhagen haben samstags übrigens nicht besonders lange geöffnet. Wer auf Shopping aus ist, sollte auf jeden Fall auch einen Wochentag einplanen.

Hier noch ein paar Shops und Orte, die ich absoulut sehenswert fand und die easy mit dem Fahrrad vom Værnedamsvej erreichbar sind:

Bei Second Rag gibt es eine feine Auswahl an Vintage Klamotten. Kongevej 91 A.

Stilleben habe ich selbst schon öfter als Empfehlung bekommen und auch viel darüber gelesen. Über zwei Etagen kann man hier schöne Prints und Home Accessoires kaufen, auch online. Niels Hemmingsens Gade 3.

Wer sich Kopenhagen von der Wasserseite aus ansehen möchte, kann sich im hübschen Nyhavn ins Boot setzen.

Auf der sogenannten Papierinsel Papirøen befindet sich seit 2014 der Copenhagen Street Food Market, der sich über zwei alte Lagerhallen erstreckt. Hier gibt es wahnsinnig leckeres Essen, das man bei gutem Wetter draußen genießen kann. Perfekt für einen entspannten Sonntag!

 

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